Wer war Buddha?

Es war einmal ein junger Königssohn... Wie ein Märchen beginnt die Geschichte Siddhartas, der auszog, das Leben und das Glück zu begreifen, um schließlich als Erleuchteter das Licht  der Liebe und den Funken der Erkenntnis in das Leben vieler Menschen zu bringen.
Siddhartha Gautama wurde um 566 v. Chr. in Lumbini am Fuße des Himalaya, nahe des heutigen Nepal geboren.
Er entstammte der Königsfamilie aus dem Adelsgeschlecht der Shakyer (daher die Bezeichnung Buddha Shakyamuni). Gleich nach seiner Geburt wurde ihm prophezeit, dass er entweder ein Weltenherrscher oder aber, sofern er das Leid der Welt erkennt, erleuchtete Weisheit in die Welt bringt. Zunächst verbrachte er aber eine unbeschwerte Jugend im materiellen Überfluss, heiratete mit 16 Jahren und hatte einen Sohn. 13 Jahre später setzt er sich erstmals mit Krankheit, Alter und Tod auseinander und versucht mithilfe der Philosophie und einer asketischen Lebensweise die Grundlage für dauerhaftes, unvergängliches Glück zu finden. Doch erst eine Meditation unter einem Feigenbaum in der Nähe des heutigen Bodh-Gaya brachte die Erleuchtung: Siddhartha erkennt das Wesen des Geistes und wird damit erleuchtet, also ein Buddha, ein "vollkommen Erwachter".
Danach lehrt Buddha 45 Jahre lang in der damaligen nordindischen Hochkultur, gründet einen Mönchs- und einen Nonnenorden. Er stirbt mit 80 Jahren und empfiehlt kurz vor seinem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen. Seine Lehre klärt uns darüber auf, wie die Welt funktioniert und warum alle Versuche, glücklich zu leben, immer wieder scheitern müssen. Aber auch, wie es gelingt, wirklich glücklich zu werden.

Die Lehren Buddhas

Die vier edlen Wahrheiten bilden die Grundlage auf dem Weg ins Nirwana:

  1. Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
  2. Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
  3. Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
  4. Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad.

Der achtfache Pfad als Ausweg:

  1. Rechte Einsicht
  2. Rechte Gesinnung
  3. Rechte Rede
  4. Rechte Tat
  5. Rechter Lebenserwerb
  6. Rechtes Streben
  7. Rechte Achtsamkeit
  8. Rechte Versenkung/Meditation

Die vier Edlen Wahrheiten sind der kürzeste Ausdruck der gesamten Lehre Buddhas. Die erste Wahrheit diagnostiziert unseren Alltag: Alle weltlichen Daseinsformen sind ungenügend, können uns niemals vollständig befriedigen und sind der Grund für unser Leiden. Die zweite Wahrheit analysiert die Ursachen des Leidens, die in unserem Begehren liegt - in der Gier, dem Hass und der Verblendung. Die dritte Wahrheit lehrt, dass wenn das Begehren erlischt notwendigerweise auch das Leiden vorbei sein muss. Und wie das praktisch funktioniert, beschreibt die vierte Wahrheit - der Achtfache Pfad. Lob und Lächerlichkeit, Ehre und Schande, Gewinn und Verlust, Vergnügen und Kummer - man lebt unbeschwerter und viel gelassener, wenn man sich um diese acht Dinge weniger Gedanken macht, so die Worte Buddhas.

Weder die angenehmen Seiten zu sehr genießen, noch sich von den negativen herunterziehen lassen - da das in unserer Welt leichter gesagt als getan ist, hat Buddha einen Übungsweg beschrieben, den er selbst beschritten hat, eben den Achtfachen Pfad, der Weisheit, Ethik und innere Sammlung lehrt, Mitgefühl, Achtsamkeit und Akzeptanz dessen, was ist.